Der Sonnentempler Orden
"Der Tod existiert nicht, er ist nur eine Illusion."

5. Festigung der Heilslehre

Bei der Festigung der Heilslehre geht es darum, durch endlose Wiederholung von Ritualen und permanente Unterordnung zu verhindern, dass sich die ursprüngliche Identität wieder in der Seele einzunisten beginnt. Vor allem bei langjährigen Mitgliedern besteht die Gefahr, dass durch den wachsenden Widerspruch zwischen den angestrebten Zielen und den erreichten Resultaten Zweifel geweckt werden.

Die ursprüngliche Identität lässt sich nicht auslöschen, sondern lediglich von der Sektenidentität überlagern. Deshalb sind Sekten gezwungen, ihre Mitglieder permanent in ihrem Einflussbereich zu behalten.

Dafür ist wiederum die Isolation, beziehungsweise die Abnabelung vom Einflussbereich des früheren Lebens, relevant. Dazu gehört auch die Informationskontrolle. Verschiedene Sekten beschneiden den Medienkonsum oder verbieten ihn gänzlich.

Die geistige Auseinandersetzung der Anhänger beschränkt sich somit zwangsläufig auf die Gruppe und ihre Ideologie oder Heilslehre. Somit fördern die totalitären Gruppen gezielt die Einengung des Bewusstseins ihrer Mitglieder.

Huguenin merkt gegen Schluss des Buches an, dass er seit Jahren kein Radio mehr hörte und auch keine Zeitung las.

Diese fünfte Phase der Indoktrination muss so lange anhalten, wie ein Mitglied in der Sekte gehalten werden soll, denn die Gefahr, dass sich die alte Identität zurückmeldet, ist permanent vorhanden.

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