Der Sonnentempler Orden
"Der Tod existiert nicht, er ist nur eine Illusion."

3. Forderung nach Reinheit

Mit der Forderung nach Reinheit, die eine radikale Trennung von Rein und Unrein, von Gut und Böse innerhalb einer Umgebung und innerhalb der eigenen Person verlangt, lässt sich bei den Sonnentemplern wohl am ehesten das Auseinanderhalten der verschiedenen Schwingungen der Personen und der Umgang mit dem Göttlichen Kind, beziehungsweise dem Antichrist, vergleichen. Jedes Mitglied hatte seine eigene Essschale, seinen Löffel und seinen Stuhl, da sie unter keinen Umständen ihre Schwingungen vermischen durften, was zu einer „Verunreinigung“ derselben geführt hätte. Dem Göttlichen Kind durfte sich keiner ausser der Mutter und dem Kindermädchen auf weniger als zehn Meter nähern. Der Antichrist und seine Mutter durften nicht angesehen werden, ausserdem musste verhindert werden, dass sie den Speisesaal und die Küche betreten, denn Di Mambro warnte: „Auch wenn ihr die gesamte Wohnung desinfizieren würdet, könntet ihr die negativen Kräfte nicht mehr vertreiben.“

Die vollkommene Reinigung ist ein fortdauernder Prozess. Er ist oft institutionalisiert und passt, als Quelle der Stimulation von Schuld- und Schamgefühlen, zum Sündenbekenntnisprozess. Ideologische Bewegungen, egal welcher Intensität, machen sich die Schuld- und Schammechanismen des Individuums zu eigen, um intensiven Einfluss auf die Veränderungen zu gewinnen, denen der betreffende unterworfen ist.

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