Der Sonnentempler Orden
"Der Tod existiert nicht, er ist nur eine Illusion."

2. Mystische Manipulation

Die mystische Manipulation nennt Lifton auch geplante Spontaneität, weil es ein systematischer Prozess sei, „der von oben (durch die Führung) geplant und gelenkt wird, aber vorgibt, spontan in diesem Umfeld entstanden zu sein.“

Zu diesem Prozess gehören Aspekte, wie zum Beispiel Fasten, Chanten (singen von Spirituellen Liedern) und wenig Schlaf, die eine gewisse Tradition haben und seit Jahrhunderten von religiösen Gruppen praktiziert werden – so auch von den Sonnentemplern. Chanten wird bei Thierry Huguenin zwar nie explizit erwähnt, doch haben wohl stundenlanges Meditieren und das „Erzeugen von kosmischen Klängen“ denselben Effekt. Das Essen bestand bei den Sonnentemplern aus Getreideschleim zum Frühstück und Obst, Gemüse und Getreide zum Mittag – und Abendessen. Die Mitglieder konnten jedoch zu einer Woche Fasten verdammt werden, wenn sie die Botschaften der Meister im Sanktuarium nicht verstanden oder sich auf eine andere Art anzeigte, dass ihre Schwingungen irgendwie nicht in Ordnung waren.

Lifton schreibt, dass ein Schema der Sekte heute ist, in einem bestimmten, „auserwählten“ Menschen den Erlöser oder eine Quelle des Heils zu sehen. Dieser Mensch war bei den Sonnentemplern zweifellos Joseph Di Mambro. Er brachte auch – gemäss Lifton – die Grundsätze zwingend vor und beanspruchte sie exklusiv, so dass die Sekte und ihre Glaubensideen zum einzig wahren Heilsweg wurden.

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